Darktable Anfänger machen oft den Fehler, dass Sie Ihre Bilder nicht bewerten und vergeben auch keine Stichworte. Oft werden daher unnötig viele RAW Bilder entwickelt, die man garnicht benötigt bzw. man findet später seine Bilder nicht wieder. Schöne Bilder gehen eventuell in der Masse der Bilder unter. Auch an anderer Stelle habe ich schon erwähnt, dass Ihr bei z.B. einer Fotopräsentation immer am schlechtesten Bild bemessen werdet und nicht am besten oder der Menge der Bilder. Es gibt also viele gute Gründe alle Fotos durchzusehen, zu bewerten und unbrauchbare zu löschen.
Nur durch eine Bewertung könnt Ihr euch auch fotografisch weiterentwickeln. Wer seine Bilder nicht kritsch beurteilt, kennt auch seine Fotoqualität nicht.

Bei der Bewertung geht es nicht darum bei so vielen Fotos wie möglich 5 Sterne zu vergeben. Im Gegenteil, wenn Ihr glaubt, dass Ihr euch noch verbessern könnt (Vergleicht euch mit anderen Fotografen), dann sollten am Anfang max. 4 Sterne drin sein. Bei einem Urlaub mit 3000 Fotos sind bei mir vielleicht 50 mit 5 Sternen, 200 mit 4 Sternen und der Rest verteilt sich auf 1 bis 3 Sterne.

 

In diesem Artikel möchte ich euch zeigen, wie man mit Darktable zeitsparend seine Fotos bewerten kann.

 

Meine Definition zu den Bewertungssternen

Was die Bewertung mit den Sternen bzw. die Farbmarkierungen bedeutet ist nicht vorgegeben. Jeder kann sich dazu seine eigene Definition erstellen. Als Beispiel möchte ich euch kurz meine Definition zu den Bewertungssternen vorstellen:

Bewertung

Foto-Status

Workflowaktion

Foto ist unbrauchbar, da es unscharf, verwackelt, stark unter oder überbelichtet ist bzw. Motiv ist nicht so schön, dass es sich zum Archivieren lohnt Fotos ohne Bewertung sind zu löschen
Foto ist gerade noch so gut, dass es zum Archivieren lohnt. Das Foto ist eventuell nicht richtig belichtet. Es sind bei der Aufnahme eventuell Detail verlohren gegangen. Foto wird archiviert, aber nicht entwickelt
Das Foto ist scharf, nicht verwackelt, aber nicht so schön. Das Foto ist eventuell nicht richtig belichtet. Es sind bei der Aufnahme eventuell Detail verlohren gegangen. Foto wird archiviert, aber nicht entwickelt
Das Foto ist gut, aber nicht so gut, dass ich es jedem zeigen würde. Die Belichtung ist eventuell nicht ganz perfekt für die RAW Entwicklung, aber sich sind nicht viele Spitzlichter abgeschnitten oder eine große Lücke zur rechten Seite vom Histogram. Foto wird archiviert und nur in Ausnahmefällen entwickelt und exportiert
Foto ist sehr gut gelungen, aber nicht perfekt, es ist aber noch so gut, dass ich es anderen zeigen würde. Das Histogram zeigt bei dem Foto keine abgeschnitten Spitzlichter (Außnahme sehr helle Lichter wie z.B. die Sonne) und keine deutliche Lücke zur rechten Seite vom Histogram. Foto wird archiviert, entwickelt  und exportiert
Das Foto ist perfekt, wunderschön und ich möchte es anderen zeigen. Das Histogram zeigt bei dem Foto keine abgeschnitten Spitzlichter (Außnahme sehr helle Lichter wie z.B. die Sonne) und keine deutliche Lücke zur rechten Seite vom Histogram. Foto wird archiviert, entwickelt und exportiert

 

 

Voreinstellungen

Mit der Darktable Standardeinstellung wird beim Import der Daten für jedes Bild eine Bewertung mit einem Stern gesetzt. Diese Einstellung halte ich für ungünstig, da man ja erst bei der Durchsicht feststellen kann, ob das Foto brauchbar ist oder direkt gelöscht werden kann. Bei eine Unterberechung vom Workflow weiß ich daher nicht ob ich das Bild mit einem Stern bewertet habe oder ob Darktable das beim Import gemacht hat. 

Bitte stellen Sie in den golbalen Voreinstellungen (im Leuchttisch rechts oberhalb der Vorschaubilder) die Erstbewertung beim Import auf 0 Sterne. Nur so können Sie den Bewertungsprozess unterbrechen und nach einige Tage wieder weitermachen ohne durcheinander zu kommen. Abgesehen davon, dass Sie eventuell einige sehr schlechte Bilder nochmal durchsehen, wenn Sie die nicht direkt gelöscht haben.

Falls Sie schon Daten importiert haben und die Bewertung von allen Bilder auf 0 Sterne zurücksetzen wollen, dann markieren Sie im Leuchttisch alle Bilder und drücken einfach die Taste 0.

 

Vorbereitungen zum Bewertungsprozess

Natürlich können Sie jedes Bild einzel aufrufen und mit der Maus auf die Sterne klicken. Das ist aber nicht sehr effizient und macht dadurch nach kurzer Zeit nicht viel Spaß. Mit meiner Methode spart Ihr Zeit und der Bewertungsprozess dadurch auch nicht ganz so ermüdend.

Als erste stellen wir den Filter ein. Der Filter hilft uns Mausklicks zu sparen. Stellen Sie den Filter oberhalb der Vorschaubilder auf "zeige keine Sterne" und "sortiert nach Datum/Uhrzeit".

 

Für den Bewertungsprozess möchte ich so viele Detail wie möglich erkennen. Um die Vorschau zu vergrößern klicken Sie auf die außen liegenenden Pfeile (links, rechts und oben ggf. auch unten). Die Pfeile sollten jetzt nach innen zeigen und die Menüs ausgeblendet sein. Jetzt vergrößern wir noch das Vorschaubild, bis nur noch das erste Bild angezeigt wird. Dazu halten Sie die STRG-Taste gedrückt und drehen am Mausrad bis das Bild den Bildschirm ausfüllt.

 

Der Bewertungsprozess

Um die Bilder zu bewerten müssen Sie jetzt nur die Zahl 1 bis 5 drücken. Nach dem Sie das Bild bewertet haben wird durch den Filter sofort das nächste angezeigt. Bilder die Sie löschen möchten können Sie mit der Pfeiltaste nach rechts überspringen oder direkt mit der Entf-Taste von der Festplatte löschen.

Eine Bewertung kann später auch geändert werden, falls euch z.B. bei der Entwicklung erst auffällt wie gut oder schlecht das Bild ist. Ich nehme mir daher für den ersten Durchgang der Bewertung nicht viel Zeit für ein Bild. Meine Entscheidung fällt oft in wenigen Sekunden. Wenn ich das gleiche Motiv mehrfach mit z.B. unterschiedlichen Belichtungen durchgeführt habe, dann bewerte ich alle Bilder dieser Serie erst mal gleich. Erst wenn das Bild entwickelt werden soll suche ich das beste aus der Serie heraus und die anderen aus der Serie werden eventuell um einen Stern abgewertet.

 

Darktable Tastaturkürzel:

Tastatur / Maus  Aktion 
 Alt + Mausrad oder Strg + Mausrad   Zoomen im Leuchttisch Modus
 Pfeil Taste links / rechts  Im Leuchttisch Modus eine Foto vor/zurück
 Taste 1   Bewertung 1 Stern setzen
 Taste 2  Bewertung 2 Sterne setzen
 Taste 3   Bewertung 3 Sterne setzen
 Taste 4  Bewertung 4 Sterne setzen
 Taste 5  Bewertung 5 Sterne setzen
 Taste 0  Alle Sterne entfernen
 Taste F1  rote Markierung setzen bzw. entfernen
 Taste F2  gelbe Markierung setzen bzw. entfernen
 Taste F3  grüne Markierung setzen bzw. entfernen
 Taste F4  blaue Markierung setzen bzw. entfernen
 Taste F5  magenta Markierung setzen bzw. entfernen



Stichwörter nutzen

Die Vergabe von Stichwörtern ist eine nützlichse Sache um Bilder schnell in einer Datenbank wiederzufinden. Sie können jedem Bild ein oder mehrere Tags vergeben. Die Vergabe von Tags ermöglich in Darktable auch eine individuelle Fotosammlung also z.B. eine Best of Gallery. Wie man so eine Sammlung anlegen kann können Sie in meinem Artikel -- Darktable individuelle Fotosammlung nachlesen. 

 

Filtern von Bildern

Wie oben bei der Vorbreitung der Bewertung schon beschrieben können Sie über den Filter oberhalb der Vorschraubild die Anzeige einschränken. Nach dem alle Bilder bewertert wurden, machen wir uns an die Entwicklung. Wir starten mit der Entwicklung Bilder mit 5 Sternen. Dazu setzen wir den Filter auf "zeige = *****". Es werden dann alle Bilder aus der Filmrolle mit 5 Sternen angezeigt. Wenn Ihnen bei der Entwicklung auffällt, dass das Bild eigentlich schlechter oder besser ist, als die Bewertung anzeigt, dann korrigieren Sie einfach die Bewertung. Auch in der Dunkelkammer können Sie durch drücken der Tasten 0 bis 5 die Bewertung ändern.

 

Tipp

Wenn Sie bei der Bewertung gerne das Histogram sehen wollen, dann können Sie die Bewertung auch in der Dunkelkammer durchführen. Die Bewertung funktioniert auch wieder mit den Zahlen 0 bis 5. Um zum nächsten Bild zu springen drücken Sie die "Space" also die leerzeichen Tasten und die "BackSpace" bzw. Zurück-Taste um ein Bild zurück zu gehen. Das Anzeigen der Bilder dauer allerdings deutlich länger als im Leuchttisch.

 

Farbmarkierungen nutzen

Die Kennzeichnung der Bilder mit einer Farbmarkierung bietet nicht jede RAW Software. Ich nutze die Farbmarkierung zur Kennzeichnung vom Entwicklungsstatus der Datei. Sie können dann über die Punkte schnell sehen, welches Bild schon fertig entwickelt wurde, welches angfangen wurde oder auch welches Sie entwickelt haben, aber die Entwicklung ihnen noch nicht gefällt. Die Farbmarkierungen können Sie über die F-Tasten (siehe Tabelle Tastaturkürzel oben) setzen.

Beim importieren von RAW-Bildern in die Darktable Datenbank werden von Darktable automatisch Schärfen, Drehen und die Basiskurve eingefügt.

Darktable Standard Entwicklung

Darktable möchte mit diesen Grundvoreinstellungen näherungsweise eine Entwicklung erzeugen, die dem JPEG aus der Kamera entspricht. Bei einigen digital Kameras kann man in der Kamera eine Objektivkorrektur einschalten, die eine Randabdunklung, Verzerrung und Chromatische Aberration korrigiert. Warum sollte man das bei Darktable nicht auch machen?

In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen wie Sie die Voreinstellungen, die beim Import von neuen RAW-Daten angewendet werden, ändern bzw. erweitern können. Wie Sie aus meinem Artikel "Der RAW Workflow" entnehmen können sollte man bei dem Verlauf darauf achten, dass Korrekturen die nur Kamera bzw. Objektiv abhängig und nicht Motivabhänig sind, ganz am Anfang vom Verlauf stehen. Wir können also problemlos die Objektivkorrektur mit in die Voreinstellung einbinden.

 

Import Voreinstellungen um eine Objektivkorrektur erweitern

Bei dem Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie bei allen Kameras und Objektiven die Sie bezutzen eine Objektivkorrekur automatisch einfügen wollen. Darktable kann die Korrektur über Filter auch auf bestimmte Kameras oder Objektiv einschränken (siehe weiter unten). Eine Objektivkorrektur für alle Objektive einzufügen, macht natürlich nur Sinn, wenn die Lensfun Bibliothek auch alle Ihre Objektiv unterstützt.

Für die Objektivkorrektur wollen wir, dass Darktable immer automatisch die folgenden Module einfügt und anwendet:

Um die Darktable Voreinstellungen für den Import zu erweitern, wechsel Sie durch Doppelklick auf ein belibiges Bild im Leuchttisch in die Dunkelkammer. Öffnen und aktivieren Sie jetzt das Modul Objektivkorrektur. Klicken Sie im Kopf vom Modul auf "Voreinstellungen" (Die Voreinstellungen sind das zweite Symbol von links mit den vier horizontalen Linien) und anschließend auf  "Neue Voreinstellung speichern...".

 

Es erscheint jetzt das Dialogfenster zu den Voreinstellung zu dem Modul. Unter Name der Voreinstellung ist ein beliebiger Name einzutragen. Ich würde Ihnen "Darktable (Standard)" oder etwas ähnliches empfehlen. Setzen Sie jetzt den Haken bei "Diese Voreinstellung automatisch auf passende Bilder anwenden". Da die Korrektur nur auf RAW und HDR angewendet werden soll, sollten Sie unter Format den Haken bei "normale Bilder" entfernen. Bei Modell, Hersteller, Objektiv usw. kann man Filter angeben, damit diese Voreinstellung nur auf eine bestimmte Kombination angewendet wird. Da wir die Voreinstellung auf alle Kameras, Objektiv usw. anwenden möchten, ändern wir nichts und beenden den Dialog mit "OK". Bei jedem import von neuen RAW-Dateien wird jetzt die Objektivkorrektur mit eingefügt.

 

 

Fürhren Sie die oben beschriebenen Schritte auch für die Module Chromatische Abberation und das Farbsaum-Entfernen durch.

Nach dem Importieren von neuen RAW-Bildern sollte jetzt der Verlauf wie folgt aussehen:

 

 

Import Voreinstellungen für Langzeitbelichtungen um Totpixel Entfernung erweitern (Voreinstellung mit Filter)

Wenn ein Kamerasensor heiß wird, dann funktionieren oft einige Pixel nicht richtig und Sie haben im Bild einige Pixel z.B. knallrot. Dies ist ganz normal. Nach dem der Sensor abgekühlt ist funktionieren die Pixel im Normalfall wieder. Einen heißen Sensor und die damit verbundenen Pixelfehler bekommen Sie meistens bei Langzeitbelichtungen. Mit dem Darktable Modul Tote Pixel können Sie solche Fehler korrigieren. Ich möchte Ihnen hier zeigen wie Sie die Korrektur automatisch beim Importieren der RAW-Bilder auf Langzeitbelichtungen an einer Canon EOS 5D Mark IV mit Canon EF 16-35mm f/4L IS USM anwenden können. Wir verwenden dazu die Filterfunktion in den Voreinstellungen.

Suchen Sie sich im Leuttisch ein passendes Bild mit Langzeitbelichtung und der entsprechenden Kamera/Objektiv Kombination heraus. Über die Bildinformationen können Sie die Belichtungszeit, Kamera usw. nachsehen.

Wir wollen das automatische Einfügen vom Totpixel Modul auf die folgenden Parameter beschränken:

  • Model: EOS 5D Mark IV
  • Hersteller: Canon
  • Objektiv: Canon EF 16-35mm f/4L IS USM
  • Belichtungzeit: 15 Sekunden oder länger

 

Nach einen Doppelklick auf das passende langzeitbelichtete Bild im Leuchttisch befinden wir uns in der Dunkelkammer. Öffnen und aktvieren Sie das Darktable Modul Tote Pixel. Setzen Sie den Haken bei "durch 3 Nachbarpixel erkennen".

Klicken Sie auf "Voreinstellungen" und "Neue Voreinstellungen speichern...".  Vergeben Sie jetzt den Voreinstellungen einen Namen z.B. "Darktable (Standard Langzeitbelichtung 5D Mark IV)" und setzen den Haken bei "Diese Voreinstellungen automatisch auf passende Bilder anwenden". Zum definieren vom Filter klappen Sie falls nicht schon geschehen die Bildinformationen auf. Damit der Filter für die oben beschriebene Parameter funktioniert, müssen Modell, Hersteller und Objektiv exakt mit den Angaben aus den Bildinformationen (EXIF Daten) übereinstimmen. Bei Linux können Sie die Informationen kopieren, in dem Sie in den Bildinformationen die Zeile mit der linken Maustaste markieren, in die Voreinstellung wechseln und durch einen Klick auf die mittleren Maustaste die Angaben einfügen. Nach dem Sie Modell, Hersteller und Objektiv eingetragen haben, wählen Sie die Belichtung von 15" bis + aus. Nachdem Sie noch den Haken bei "normale Bilder" entfernt haben können Sie auf "OK" klicken.

Der Filter beschränkt jetzt die automatische Anwendung vom Tote-Pixel Model auf die angegebene Kamera/Objektiv Kombination für eine Langzeitbelicht ab 15 Sekunden.

 

 

 

Import Voreinstellungen Ändern

Wenn Sie Voreinstellungen ändern wollen, dann öffnen Sie einfach das entsprechende Modul. Klicken Sie auf "Voreinstellungen" und "Diese Voreinstellung bearbeiten...". Ändern Sie die Voreinstellungen nach Ihren wünschen.

 

Informationen zu den Voreinstellungen

Informationen zu Ihren Voreinstellungen bekommen Sie in dem Sie im Leuchttisch auf "Zeige Globale Voreinstellungen" (rechts oberhalb der Bilder) klicken und die Karteikarte "Voreinstellungen" auswählen.

Im folgenden Bild können Sie den Filter für das Tote-Pixel Modul erkennen.

Einige Canon EOS Kameras wie z.B. Canon EOS 80D und Canon 5D Mark IV bieten in den Bildeinstellungen die Tonwertpriorität an. Im Internet und im Canon EOS 5D Mark IV Buch aus dem Rheinwerkverlag wird empfohlen die Tonwertpriorität für alle Standard Anwendungsfälle, bis auf die Nachfotografie zu aktivieren.

Die Tonwertpriorität soll den Dynamikumfang der Kamera um ca. 1 Blendenstufe verbessern. Insbesondere die Spitzlichter sollen verbessert werden. Mit eingeschaltetet Tonwerkpriorität soll sich die Kamerainterne Datenverarbeitung ändern und die verbesserten Ergebniss sowohl in RAW, als auch JPEG abgespeichert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass eine aktive Tonwertpriorität ein leicht erhöhtes Rauschen verursacht und das der niedrigste ISO Wert bei 200 liegt.

Ich habe mir daher mal die Mühe gemacht die Tonwertpriorität bezüglich nutzen bei Kamera intern erstellten JPEG's und über RAW / Darktable erstellte JPEG's zu vergleichen.

 

Testdurchführung

Ich habe als erstes leicht unterbelichtet Fotos, dann normal belchtet Foto und überbelichtet Fotos nach RGB Histogram der Kamera erstellt. Hier der Vergleich mit und ohne Tonwert Priorität.

Für alle Foto in diesem Artikel gilt, wenn der Mauszeiger außerhalb vom Bild ist, dann ist die Tonwertprorität ausgeschaltet. Wenn Sie den Mauszeiger über das Foto bewegen, dann wird das Foto mit Tonwertpriorität angezeigt.

  • Verwendete Kamera Canon EOS 5D Mark IV mit Objektiv Canon 50mm f/1.8 STM
  • ISO 200 OFF = Tonwertpriorität deaktiviert
  • ISO 200 D+   = Tonwertpriorität aktiviert
  • Die JPEG's aus der Kamera wurden alle mit dem Bildstil "Neutral" erstellt
  • Alle RAW Daten wurden mit den Standardeinstellung vom Darktable 2.4.4 entwickelt (keine Optimierung)

 

 

Unterbelichtetes Foto

Foto leicht unterbelichtet (Belichtungszeit 1/640), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

AO6A6223 1 640 TP OFF canon

 

Foto leicht unterbelichtet (Belichtungszeit 1/640). JPEG über RAW mit Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6223 1 640 TP OFF darktable

 

 

Normal belichtetes Foto

Foto normal belichtet (Belichtungszeit 1/500), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

 AO6A6225 1 500 TP OFF canon

 

Foto normal belichtet (Belichtungszeit 1/500), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6225 1 500 TP OFF darktable

 

 

Überbelichtetes Foto

Foto leicht überbelichtet (Belichtungszeit 1/400), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

AO6A6227 1 400 TP OFF canon

 

Foto leicht überbelichtet (Belichtungszeit 1/400), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6227 1 400 TP OFF darktable

 

 

Stark überbelichtetes Foto

Foto stark überbelichtet (Belichtungszeit 1/320), JPEG aus der Canon 5D Mark IV

 AO6A6229 1 320 TP OFF canon

 

Foto stark überbelichtet (Belichtungszeit 1/320), JPEG über RAW mit den Standardeinstellungen von Darktable erstellt.

AO6A6229 1 320 TP OFF darktable

 

Fazit

Bei der Kamera internen Verarbeitung zu einem JPEG gibt es keine gravierenden Unterschiede, solange die Bilder gut belichtet werden und nichts auf der rechten Seite abgeschnitten wird. Bei den RAW Dateien mit Belichtungzeit 1/400 Sek. sieht man am Histogram, dass die RAW Daten 2/3 bis 1 Blende unterbelichtet sind, obwohl das RGB Histogram der Kamera bis ganz rechts ausgefüllt ist und es schon lokale Ausbrennungen gibt. Man muss dazu wissen, dass das Histogram der Kamera auf dem internen JPEG basiert.

Jemand der sich mit dem Histogram auskennt und darauf achtet, dass nichts überbelichtet ist, der hat mit eingeschaltet Tonwertpriorität keinen Vorteil. Um die Leistung der Kamera voll auszuschöpfen versucht man ja immer ein Travel to right hinzubekommen. Mit eingeschalteter Tonwertpriorität ist das schwierig, weil das Kamera RGB Histgramm schon eine Überbelichtungswarung ausgibt, obwohl die RAW Daten nicht ausgebrannt sind.

Bei meinen nächsten Urlaub werde ich die Tonwertpriorität wieder deaktivieren. Ich habe keinen deutlichen Vorteil für die RAW / Darktable Datenverarbeitung gefunden. Wer keine RAW Daten, sondern nur die Kamera internen JPEG's verwendet, der hat mit eingeschalteter Tonwertpriorität Vorteile.

Für professionelle Zeitrafferaufnahmen benötigt man einen speziellen Timer. Auf dem Markt wird leider kein Timer angeboten, der eine kurze (unter 1 Sekunde) Reihenaufnahme ermöglich. Außerdem gibt es nur wenige Timer die für eine Tag/Nacht Aufnahme die Belichtungszeit anpassen können (Rampe). Der Hamburger Fotograf Gunter Wegner hat diese Probleme erkannt und einen Eigenbau Timer veröffentlicht. Die Bauanleitung zum Nachbau findet Ihr hier.

Das Timer Projekt ist eine fantstisch Sache, leider gibt es dabei einen Haken!

Wenn Ihr euch mal ein kommerziellen Timer / Fernauslöser oder anderer elektronik Artikel anseht, dann findet Ihr auf den Geräten / Verpackungen bzw. Bedienungsanleitungen das CE Symbol. Mit dem CE Symbol bestätigt der Hersteller / Vertreiber, dass die EU -Gesetze und entsprechende Richtlinien und Normen eingehalten werden. Die Produkthaftung liegt dabei bei der Firma / Person, die das Produkt in den Verkehr bringt.

Jetzt werden viele sagen, ist mir egal, dass die Gesetze nicht einhalten werden, dass ist auch kein Problem solange Ihr nur z.B. in eurem Garten mit dem Timer Fotos macht. Wenn Ihr aber mit dem Timer in den Urlaub fliegen wollt, gibt es ein Problem. Der Timer erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen (CE Fehlt) und Ihr seid durch den Eigenbau der Hersteller. Ihr seid also für Schäden die der Timer erzeugt voll haftbar. Stellt euch mal vor der Timer ist im Handgepäck und es gibt einen Kurzschluß. Schon alleine Rauch und Gestank kann drastische Folgen haben. Wenn Ihr dann auch noch ein Lithium-Ionen-Akku fest verbaut habe, besteht bei einem Kurzschluß sogar Lebensgefahr, da die Akkuzelle und das Gehäuse brennen und explodieren können. So etwas kann dann auch schnell als Anschlag gelten. Wer den Timer mit aufgeladenem Akku im Flugzeug mitnimmt, setzt sich und andere bewust einer Gefahr aus. Das kann schnell als fahrlässig ausgelegt werden. Über mögliche Strafen, Schadensersatzansprüche usw. möchte ich hier nicht spekulieren.

Bei dem aktuellen Gehäuse vom  LRTimelapse Pro-Timer Free lassen sich die Akkus nur durch aufschrauben entfernen bzw. austauschen. Außerdem ist das Gehäuse groß, klobig und nicht gerade schön. Diese und weitere Probleme möchte ich durch ein neues Timer Gehäuse lösen.

Ich habe daher ein Gehäuse für den LRTimelapse Pro-Timer Free entwickelt, dass gerade in der Erprobung ist. Das Gehäuse ist nicht nur kleiner, leichter und schöner, sondern es erfüllt auch den Brandschutz nach UL94 V-0. Außerdem hat es ein von außen leicht zugängliches Akkufach für 4x AAA Akkus. Um das Gerät im Flugzeug usw. mitnehmen zu dürfen, brauch ihr nur die Akkus aus dem Gehäuse nehmen. Ein spannungslose Elektronikgerät ohne CE sollte keine Problem machen.

Wenn eine große Nachfrage (1000 Stück) nach dem Gehäuse besteht, wann würden wir ein crowdfunding starten und die Spritzgußteile für euch herstellen lassen. Den CAD-Datensatz zur Herstellung über einen 3D-Drucker veröffentlichen wir nicht.

Hier die ersten Bilder zum LRTimelapse Pro-Timer Free mit dem neuen Gehäusedesign:

Timer mit Kamera

Timer mit Kamera2

 

Timer Akkufach

Timer Explosionsansicht

Impressum

Die folgenden Angaben entsprechen den Vorgaben von § 5 TMG:

Holger Klemm
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1. Allgemeines

Ich freue mich, dass Du meine Webseite https://www.multimedia4linux.de rund um das Themen Linux, OpenSource, Multimedia und Fotografie besuchst. Dies ist eine private Homepage. Du kannst hier nichts kaufen, posten und auch keinen New Letter abbonieren. Die Homepage dient außschließlich zur Information und zur Präsentation meiner Fotos.

Es werden keine Personenbezogenen Daten durch Aufruf der Homepage ermittelt und gespeichert. Es wird nur anonym mitgeloogt wieviele Besucher die Homepage aufgerufen haben und aus welchem Land die stammen. Nur durch Kontaktaufnahme per Email werden von dir personenbezogene Daten gespeichert.

 

1.1 Verantwortlicher im Sinne der DSGVO

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E-Mail: multimedia (at) multimedia4linux (punkt) de
Telefon: +49-040-64423048

 

1.2 Datensicherheit

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1.3 Kontaktaufnahme

Wenn Du mit mir Kontakt aufnehmen möchtest, dann wir natürlich das Email gespeichert und damit personenbezogene Daten auf dem Emailsever gespeichert.  Diese Daten werden ausschließlich zum Zweck der Beantwortung Deines Anliegens  gespeichert und verwendet. Ich nehme mir allerdings das Rechts raus, blödsinne Emails unbeantwortet zu löschen. Eine Archvierung und ein automatrisches Löschen deiner Daten nach der Beatwortung deine Frage gibt es nicht. Falls ich deine Daten löschen soll, dann bitte das direkt im Email vermerken.

 

1.4 Affiliate Links und Werbung

Auf der Hompage gibt es diverse Links zu anderen Homepages. Diese Links dienen nur zur Information und Weiterleitung auf diese Homepage. Kaufempfehlungen zu einem Produkt spiegeln meine eigene Meinung dazu wieder. Die Homepage wird in keiner Weise gesponsort.

 

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